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12. April 2017
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Rheinisches Ratzebuhrer-Treffen in Widdig am Mittwoch, den 16. März 2011

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Vor der Fahrt an den Rhein hatte ich per Internet noch schnell das Wetter in Okonek angefragt. In unserem Ratzebuhr hatte es in der vergangenen Nacht noch leichten Frost gegeben, und für den Tag waren 5 °C angekündigt. Auf meiner Fahrt nach Widdig schien die Sonne, und als ich mein Auto abstellte, zeigte das Thermometer 12,5 °C. Das Herz hüpfte vor Freude, das Wetter war frühlingshaft sonnig und mild. Wie schön ist es, im Rheinland zu leben!
So auf unser Treffen im alten Fachwerkhaus 'beim Kaebe' (alter Teil der Rheinterrassen) eingestimmt, begrüßte mich der Wirt, und schon trafen die ersten Ratzebuhrer Gäste ein. Es war so schön an der frischen Luft, dass man zuerst gar nicht hineingehen wollte in die gute Stube.
 
Innerhalb kürzester Zeit waren meine Gäste da, und die Begrüßungen wollten kein Ende nehmen.
Solch ein Anfang ist immer besonders herzlich und die beste Garantie für ein gutes Treffen.
Wieder waren Ratzebuhrer dabei (aus Braunschweig, Düsseldorf und Neustadt an der Weinstraße), die zum ersten Mal gekommen waren, und sie waren als Gesprächspartner besonders gefragt.
 
Bald hatten alle einen Platz gefunden, und es gab einen herzlichen, offiziellen Willkommensgruß von Siegfried Raddatz. Ein Filmprogramm schloß sich an. Jürgen Klemann zeigte einen schönen Film von Tempelburg und dem Dratzigsee, und so auf Pommern eingestimmt, zeigte Alfred Scheunemann einen Film von der 700-Jahrfeier in Neustettin und anschließend Impressionen von Lottin, Bahrenbusch und natürlich Ratzebuhr. Das war dann für (fast) alle ein Höhepunkt, löste aber doch bei einer Dame den Ruf aus: &dbquo;Alfred, Du mußt auch mal unser Ende fotografieren!“ &dbquo;Wird gemacht!“, versicherte dieser.
 
Das Mittagessen nahte, und jeder freute sich über ein gutes Essen. Eine kleine Abordnung besuchte danach unsere ortsansässige Senioren, Küters Erika, verh. Domjahn, die am Tag zuvor ihren 93. Geburtstag gefeiert hatte. Es wurde gratuliert, Blumen wurden überreicht und herzliche Grüße von allen Teilnehmern übermittelt. Mittlerweile waren die Außentemperaturen auf fast 20 °C geklettert, und manch einer machte einen kleinen Spaziergang auf der hier hoch gelegenen Rheinpromenade mit herrlichem Blick auf das Siebengebirge, das Werth und das Dorf Hersel mit der spätgotischen Pfarrkirche St. Ägidius.
 
Weiter ging es mit einem Höhepunkt: Die Geschwister Friedrich und Uta von Marées schenkten Dr. Raddatz für das Heimatmuseum in Eutin einen Tornister des Großvaters  (Tuchfabrikant Carl Saecker), den dessen Frau Helene, geb. Bordt, aus Groß Jenznick, Kreis Schlochau, 1946 bei der Vertreibung aus Ratzebuhr und nach Ersatz der Tragriemen 1952 bei der Flucht aus der DDR getragen hatte. Wenn dieser Rucksack erzählen könnte...!
 
So erfreut, stimmte Siegfried Raddatz ein Lied an. 'Im Märzen der Bauer'  eröffnete die Liederfolge, und als man sich nach einiger Zeit richtig eingesungen hatte, folgte unsere geliebte Pommern-Hymne, 'Wenn in stiller Stunde Träume mich umweh'n,..'
Trotz des schönen Rheinlandes schickten wir damit liebe und sehnsuchtsvolle Grüße in die alte Heimat.
 
Kaffee muß sein, und kaum einer konnte der Eissplittertorte, der Flockensahne und anderen Köstlichkeiten widerstehen.
Danach brachen schon die ersten Gäste auf, auch weil sie schon abgeholt wurden.
 
Es kam aber noch Frau Adelheid Brokop, geb. Schulz, mit Ihrem Ehemann Kurt. Sie (Jg. 1939) stammt aus Ratzebuhrs östlichem Nachbardorf Lümzow, war mit ihren Eltern bis 1957 in Pommern geblieben und hatte diese Zeit als Adela mit den Polen verbracht. Diese von den Polen als ihre Pionierzeit angesehene Zeitspanne ist den meisten von uns unbekannt. Und um so eindringlicher lauschten wir Heidis Berichten. Sie hatte sogar in Mątwy bei Inowrocław (früher Montwy bei Hohensalza) die Gelegenheit gehabt, eine höhere Schule zu besuchen. Als sie dann 1957 endlich mit ihren Eltern die Heimat verlassen durfte, gaben sie als Ziel Leverkusen an. Dort und in der Nähe waren gleich nach dem Krieg viele Ratzebuhrer und Lümzower hingekommen. Die Berichte waren so spannend, dass die letzte Gästegruppe fast den Aufbruch verschlottert hätte. Mit diesem 'Sahnehäubchen oben drauf' endete das Treffen - wieder ein lohnendes, interessantes Erlebnis!
Dr. Siegfried Raddatz
 
 
Gekommen waren:
Uta von Marées mit Bruder Friedrich und Frau, Jürgen und Christa Klemann aus Neustettin, Frieda Grieß, geb. Münchow, Bruno Rieck, Irma Temmler, geb. Ruhnke, Edith Wrase, geb. Fenske,
Friedhelm und Inge Kleyer, Irmgard Vormelker, geb. Kelm, Erna Linden, geb. Stegemann, Eckhard und Marianne Schön, Alfred und Waltraud Scheunemann, Renate Rüdiger, geb. Schramm, Karl-Heinz Schramm und Ehefrau, Margot Holte, geb. Block, Wolfgang Syring, Dr. Ingeburg Schnabel, geb. Krüger, Egon Pass, Kurt Krüger (Anfang der Danziger Straße), Edeltraud Tenhündfeld, geb. Buchholz, Geschwister Elsbeth und Günter Iwert, Ursel Schimke (Dittmann), Gilbert und Adelheid Brokop, geb. Schulz (Lümzow), Siegfried Raddatz
 
Grüßen ließen: Emma Böse, geb. Hoeft, Ehepaar Kern, geb. Volske mit den Töchtern Gabriele und Elke, Gerhard und Lieselotte Breitzke, Herbert und Margot Nöske, geb. Mietz, Hilde Bedranowski, geb. Polley, Hilde Diatschenko, geb. Köhn.