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Aus der Geschichte des Fürstin-Hedwig-Gymnasiums zu Neustettin / Pommern:
1640In den Wirren des 30jährigen Krieges gründet die Fürstin Hedwig, Witwe des pommerschen Greifen-Herzogs Ulrich an ihrem Witwensitz unser Gymnasium (zunächst als evangelische Lateinschule) in Neustettin / Pommern.
1697Nach dem Tode der Fürstin Hedwig (1652) sichern ihr Testament und ein Hofreskript des Kurfürsten Friedrich von Brandenburg den Fortbestand der Schule und verhindern deren Verlegung nach Köslin; ein Schulneubau folgt.
1772Die Schule blüht nach wechselvollen Zeiten (7-jähriger Krieg) wieder auf. Sie erhält den Namen: &dbquo;Fürstlich Hedwigsches Gymnasium”.
1776Kabinettsminister Graf Ewald von Hertzberg unterstützt die Schule persönlich und finanziell; er veranlaßt Friedrich den Großen zu erheblichen Geldzuwendungen für einen Schulneubau und für den Lehrkörper.
1790Gewährung des Rechts auf Zulassung zur Hochschule; Schülerzahl steigt erstmalig auf 123.
1792Erstes Abitur an der Schule
1798Verleihung des Namens &dbquo;Königliches Fürstin-Hedwig-Gymnasium” durch ein Hofreskript.
1813Sekunda und Prima lösen sich auf, weil alle Schüler in die Befreiungskriege ziehen.
1821König Friedrich Wilhelm III. von Preußen erläßt eine Kabinettsorder, mit der endgültig eine Verlegung der Schule abgelehnt und ihre finanzielle Sicherung bestätigt wird.
1832Schülerzahl steigt auf 205 an.
1858 bis 1895: Gründung von drei Schülervereinen &dbquo;Gedankenspäne" (Literatur und Theater), &dbquo;Hedwigia” (Gesang und Instrumentalmusik), &dbquo;Concordia” (Turnen und Rudern).
1913Einweihung des neuen Schulgebäudes am Streitzigsee (das noch heute steht); Inschrift &dbquo;Juventuti sacrum” über dem Eingang.
1914 bis 1918: Im 1.Weltkrieg verlieren viele Lehrer und Schüler als Soldaten ihr Leben.
1926Einrichtung eines Realschulzweiges.
1930Erstes Abitur auch für Realgymnasiasten und für Mädchen. Die Schule heißt jetzt: &dbquo;Staatliches Fürstin-Hedwig-Gymnasium und Realgymnasium zu Neustettin”
1933Der Nationalsozialismus bewirkt starke Veränderungen und Umwälzungen für Schüler und Lehrer an der Schule; Einführung des &dbquo;Führerprinzips” für den Direktor; die Schülervereine werden zwangsweise aufgelöst.
1937Der letzte Oberstudiendirektor wird in sein Amt eingeführt; es gibt 20 Lehrkräfte; die Schülerzahl liegt in jenen Jahren zwischen 230 und 275; davon sind fast ein Drittel Mädchen.
1938Umwandlung des Gymnasiums in eine &dbquo;Staatliche Oberschule für Jungen”.
1939 bis 1944Der zweite Weltkrieg bricht aus; fünf Lehrer und viele Schüler (auch als Marinehelfer eingezogen) werden Opfer des Krieges; der Schulbetrieb leidet stark und wird gegen Ende des Jahres 1944 weitestgehend (faktisch) eingestellt.
1945Im Februar besetzt die Rote Armee die Stadt Neustettin; das mehr als 300 Jahre alte Fürstin-Hedwig-Gymnasium hört auf zu existieren.
1959Gründung der &dbquo;Vereinigung Ehemaliger Neustettiner Fürstin-Hedwig-Schüler e.V.” in Eutin.
1960Das Johann-Heinrich-Voß-Gymnasium übernimmt die Patenschaft für unsere 1959 gegründete Schülervereinigung.
1995Umbenennung der Vereinigung in &dbquo;Fürstin-Hedwig-Schüler e.V.” – Vereinigung ehemaliger Schüler und Schülerinnen des Fürstin-Hedwig-Gymnasiums, der Höheren Töchterschule und der Mittelschule zu Neustettin –.